Pressestimmen
zu EUREKA:
EUREKA
Shackleton's Voyage
Prog Rock
Konzeptalben sind das Salz in der Suppe des Prog. Es gibt in letzter Zeit nur ein Problem damit: Die meisten von ihnen sind, was die Handlung betrifft, mittlerweile wahnsinnig langweilig. Musiker sind nun mal nicht immer auch gleichzeitig Geschichtenerzähler (nicht jeder ist ein Geoff Tate), und so beschränken sich bei vielen Bands die Storys auf den Kampf von Gut gegen Böse, furchtbar ausgelutscht-peinliches Fantasy-Gedöns (siehe Rhapsody Of Fire ) oder sonstiges Belangloses.
Heute geht es bei "Shackleton's Voyage" von Eureka auch um eine Geschichte - die Geschichte einer Expedition: Sir Ernest Shackleton (seitdem zusammen mit Roald Amundsen und Robert F. Scott einer der drei wichtigsten Antarktis-Pioniere) brach 1914 mit einer 28 Mann starken Besatzung zu einer Entdeckungsreise in die Antarktis auf. Daraus wurde jedoch jäh eine Überlebensmission, denn ihr Schiff, die 'Endurance', wurde vom Packeis zermalmt - die Reise ging auf Beibooten weiter. Es wird noch recht dramatisch, und - ich darf es vorwegnehmen - endet damit, dass tatsächlich alle 28 Crewmitglieder überleben.
Das ist doch mal 'ne Geschichte! Sie wirkt die ganze Spielzeit über frisch und alles Andere als abgegriffen oder langweilig. Dies liegt nicht nur daran, dass sie sich tatsächlich so zugetragen hat, sondern auch daran, dass es eine völlig andere Thematik hat.
Umgesetzt wurde das Ganze natürlich wieder vom Eureka-Boss Frank Bossert, der ein Studio in Husum hat und einige namhafte Gäste an Land ziehen konnte: Zuallererst Billy Sherwood von Yes, der mit seiner wunderbar rauen Stimme dann und wann Gesang beisteuert - sehr stimmungsvoll! Dabei außerdem: Yogi Lang (RPWL) und Troy Donockley (Iona, Nightwish). Ab und an wird auch ein Erzähler eingesetzt, der die Ereignisse erläutert. Dies übernimmt der britische Schauspieler Ian Dickinson (u. a. bekannt durch "Person To Person" von Wim Wenders ), der dies perfekt tut: Sachlich, aber trotzdem irgendwie zur Stimmung beitragend.
Gefrickel oder Experimentelles sucht man auf "Shackleton's Voyage" vergeblich: Es handelt sich um ein sehr gemäßigtes Rock-Album, das vor allem Anderen durch Keyboards und Synthies angetrieben wird - Gitarren haben nur wenig Platz. Wo's passt, findet man aber ein Solo; viele andere Instrumente werden zudem in der restlichen Zeit geschmackvoll eingesetzt. Es wird aber nie zuviel, nie kitschig, sondern alle Klänge verbinden sich zu einem sehr homogen klingenden Ganzen, das eine unglaublich dichte Atmosphäre versprüht, die das Tollste an diesem Album ist.
Rock, keltische Klänge, Symphonisches - alles auf ruhige, besonnene Weise. Sauberer Klang und natürlich die hervorragenden Musiker tun ein Übriges, um massenhaft Bilder vor dem inneren Auge des Hörers entstehen zu lassen.
"Shackleton's Voyage" zeigt, wie man eine Geschichte erzählen muss: Obwohl man 'nur' Musik hört, glaubt man hinterher, mehr über die Geschehnisse dieser Expedition zu wissen, als jeder Historiker. Ganz tolles Album und eine dicke Empfehlung!
Christoph Segebard - Review auf rocktimes.de vom 4. August 2009
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EUREKA
Shackleton's Voyage
"Shackleton's Voyage" ist das Konzeptalbum des Hamburger Multiinstrumentalisten Frank Bossert über die wahre Geschichte einer legendären Antarktis-Expedition in den Jahren 1914 bis 1916. Der Brite Sir Ernest Shackleton versuchte als einer der ersten, die Antarktis zu durchqueren und erlebte mit seiner Mannschaft eine spektakuläre Überlebensgeschichte. Musikalisch griffen dem Deutschen unter anderem der ehemalige Yes-Musiker Billy Sheerwood, der in den Songs "The Challenge" und "Going Home" den Gesang übernommen hat, unter die Arme. Und Yogi Lang von RPWL, der das Album auch abgemischt hat. Außerdem noch Troy Donockley (Nightwish/Iona) am Dudelsack und der Flöte.
Musikalisch stark beeinflusst von Yes und stellenweise auch Mike Oldfield, also dem englischen Prog Rock, legt Bossert hier ein klasse Album vor, das seine Stärken im gefühlvollen Prog Rock mit Celtic-Einflüssen findet. Gerade die wunderschönen Gitarrensoli erinnern nicht selten an Mike Oldfield. Mit seinen wunderschönen Spielereien und der Liebe zum Detail zieht "Shackleton's Voyage" den Zuhörer sofort in seinen Bann. Herrliche Synthie-Songs, die auch an die Nolan/Wakeman-Projekte erinnern und wunderschöne Gesänge werden ergänzt durch fantastische, fliegende Gitarrensoli, eben typisch british à la Landmarq und auch IQ.
"SV" ist eine wunderschöne Reise durch die abwechslungsreiche Prog-Welt, die den Genießer in Sphären trägt, denen man sich nicht entziehen kann und es natürlich auch nicht will. Großartige Musik mit großartigen Musikern.
"Crazy Beat" - 8.8 Punkte von 10 - Review auf metalfactory.ch - Juni 2009
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EUREKA Shackleton's Voyage
Label: InsideOut (2009)
Stil: Art Rock
Ja hallo, was hat der Briefträger mir denn da in den Briefschlitz geschubst? Selbst als Besitzer von Tonträgern im fünfstelligen Bereich ist mir das Projekt Eureka bislang durch die Lappen gegangen. Und das war ein ganz großer Fehler! Was dieses Hamburger Unternehmen auf die Lauschlappen loslässt ist wundervollste ruhige Progressive Music im Stile der 70er Jahre zwischen Rock, Celtica und New Age. Das klingt dann – oh wie ich es hasse, derartige Vergleiche zu ziehen - vehement nach der Gitarrenarbeit eines gewissen Mike Oldfield, bevor dieser sich damit begnügte, den trivialen Soundtrack zur alltäglichen Hausarbeit abliefern zu wollen.
Diese CD, die sich thematisch mit der historischen Expedition des Briten Shackleton zum Südpol während des 1.Weltkriegs beschäftigt, kommt fast komplett ohne Gesang aus, wird lediglich bei drei Songs durch Gesang bereichert und ansonsten wird der rote Faden der Geschichte in englischer Sprache erzählt.
Das, was man hier geboten bekommt, ist große Musik jenseits großer Gesten. Dass man zur Durchführung u.a. auf Musiker aus den Lagern von Yes und RPWL zurückgreifen konnte ist bei der Qualität des gebotenen Materials mehr als nachvollziehbar.
Für alle, die Prog nicht mit hirnlosen Frickelorgien auf abstrusen Skalen verwechseln ist "Shackleton's Voyage" schon jetzt ein Pflichtkauf.
Frank Scheuermann - Review auf evilrockshard.net - Juni 2009
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EUREKA
Shackleton's Voyage - InsideOut/SPV
Der Hamburger Multiinstrumentalist Frank Bossert befasst sich mit der Geschichte von Sir Ernest Shackleton's Antarktik-Expedition der Jahre 1914-1916 - und meistert das Ganze souverän. Superb atmosphärisch - schon beim Einlegen dieser CD bekommt man fast Frostbeulen.
Die Vocals von Billy Sherwood und der Chorgruppe Kalema sind der Zuckerguss auf dem, äh... Eis!
Geoff Barton, Classic Rock Magazin - Juli, Nr. 33 vom 27.05.2009
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Übersetzung:
EUREKA - Shackleton's Voyage
DPRP Empfehlung!
Fazit: 9.5 von 10
Im Jahr 1914 setzten Sir Ernest Shackleton und eine Gruppe von Abenteurern Segel auf dem Schiff Endurance und gingen auf eine Expedition in die Antarktis. Diese verlief nicht wie geplant, und der Rest ist Geschichte. Ich werde den Ausgang der Sache nicht ausplaudern, sondern euch dringend empfehlen, euch mal die Konzept-CD „Shackleton's Voyage“ von EUREKA anzuhören, die über etwas mehr als 51 Minuten und einige viel sagende Songtitel erzählt, was Shackleton und seinen Leuten auf dieser schicksalhaften Reise zugestoßen ist.
Die CD ist die vierte Veröffentlichung des deutschen Multi-Instrumentalisten Frank Bossert unter dem Namen EUREKA. Unterstützt wurde er bei den Aufnahmen von Yogi Lang (RPWL), der die CD gemischt und gemastert und ein Moog-Solo beigesteuert hat. Billy Sherwood (Lodgic, World Trade, ex-Yes, Circa:, Aka) singt auf zwei Tracks. Troy Donockley (Iona, Nightwish und viele andere) spielt Dudelsack und Flöte auf einem Track. Der Gesang auf dem Track „Will You Ever Return?“ kommt von KALEMA. Die Musik erinnert stellenweise an Mostly Autumn oder Pink Floyd in ihrer „Momentary Lapse of Reason“-Phase.
“Will You Ever Return?” ist eine kammermusik-artige Ballade mit schönem Akustikgitarren-Solo. Auf „Into The Lifeboats“ und „Going Home“ präsentiert Bossert symphonische Synthesizer. “Going Home” enthält dramatische Synth-Bässe von Bossert und Vocals von Sherwood, die erfreulich unberührt von der üblichen Nachbearbeitung und vom Multitracking sind, die viel seiner sonstigen Gesangsarbeit verkleistern. Der andere Sherwood-Gesangs-Track ist “The Challenge”, eine Mid-Tempo-Nummer mit Texten, die das historische Thema der CD behandeln, wie die anderen Gesangstitel auch. Donockleys Dudelsack und Flöte geben „Departure“, einem der neun Instrumentaltracks auf der 15-Track-CD, einen emotionalen Flair. Die vielen Instrumentals lassen den Zuhörer die Musik freier interpretieren und geben der CD eine filmische Qualität. Gut, dass Bossert diese kreative Vision hatte.
Die Songs werden zusammengehalten von drei gesprochenen Tracks des Erzählers und britischen Schauspielers Ian Dickinson, unter anderem bekannt für seine Rolle in dem Wim-Wenders-Film „Person To Person“. Dickinsons Erzählweise ist in Stil und Inhalt stark und nicht übertrieben. Eigentlich hatte ich für diese Rezension ein paar Sätze der Erzählung zitieren wollen, aber ich möchte nicht zu viel der Handlung verraten. Die Kombination aus Erzähltem, Instrumental- und Gesangstracks vermeidet Wiederholungen und sorgt für eine gelungene Kontinuität. Für weiteren Zusammenhalt sorgen sorgfältig platzierte Ozeangeräusche.
Originalfotografien der Expedition finden sich im Booklet und dem Cover der CD. Für die Rezension stand mir eine Promo-CD ohne Jewel-Case und Booklet zur Verfügung.
Shackleton's Voyage” wird in erster Linie Fans von symphonischer, konzeptbasierter Musik gefallen. Wer mehr Mainstream sucht, wird ihn bei EUREKA nicht finden. Ich kann mir nicht vorstellen, wie man dieses tolle Projekt noch verbessern könnte.
JIM CORCORAN auf dprp.net - 12. Juli 2009
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EUREKA
„ Shackleton's Voyage “ / 15 Tracks
INSIDE OUT / SPV
Es gibt diese Momente, wo man eine CD in den Player legt und absolut nichts erwartet. So erging es mir mit EUREKA's Album „Shackleton's Voyage“. EUREKA? Noch nie was davon gehört. Doch bereits die ersten Minuten dieser Scheibe zogen mich in ihren Bann und haben mich seitdem nicht mehr losgelassen. Der Hamburger Multiinstrumentalist Frank Bossert erzählt hier die (wahre) Geschichte einer spektakulären Antarktis-Expedition in den Jahren 1914 bis 1916. Mit Anleihen an YES und MIKE OLDFIELD nimmt uns Frank Bossert mit auf eine Reise, die atmosphärischer kaum sein könnte. Diese grösstenteils instrumentale Scheibe zaubert Bilder vor unser geistiges Auge und wir fühlen uns als Teil dieser Expedition. Frank wandelt stilsicher in den Genres Celtic, Progrock und Symphonic. Bratgitarren sollte und darf hier niemand erwarten. Wer jedoch auf atmosphärische Musik steht und in der Lage ist, auch ruhige Musik GENIESSEN zu können, dem empfehle ich: Kopfhörer aufsetzen, vor den Kamin setzen, Glas Wein zur Hand und sich zurücklehnen. Einziger Wermutstropfen: Die Songs mit Gesang gefallen mir letztendlich eine Spur besser als die instrumentalen Stücke, daher finde ich es fast schade, dass der Gesang nur bei wenigen Songs zum Einsatz kommt.
8.5 Punkte von 10 sind hier mehr als verdient.
Review von Ralph Leuenberger auf medazzarock.ch vom 03.06.2009
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EUREKA
“Shackleton's Voyage“
Vier Jahre nach Veröffentlichung seines letzten Studioalbums „The Compass Rose“ kehrt der Hamburger Multiinstrumentalist Frank Bossert , besser bekannt unter dem Projektnamen EUREKA, mit dem ambitionierten Konzeptalbum „Shackleton's Voyage“ ins öffentliche Interesse zurück. Wie der Titel schon vermuten lässt, hat Bossert die historische Antarktisexpedition (von 1914 bis 1916) des Briten Ernest Henry Shackleton musikalisch umgesetzt. Diese Expedition entwickelte sich zu einer der spektakulärsten Überlebensgeschichten der Menschheit. Um das ganze auch visuell entsprechend zu unterstützen, enthält das Booklet zahlreiche Originalphotos der Expedition von Expeditionsteilnehmer Frank Hurley. Diese Photos wurden von der Londoner Royal Geographical Society und dem Scott Polar Research Institue in Cambridge eigens für diesen Release lizenziert. Unterstützt wurde Frank Bossert von hochkarätigen Gastmusikern wie Sänger Billy Sherwood (ex-Yes, World Trade, Circa), Keyboarder Yogi Lang (RPWL) und Flötist/Dudelsackspieler Troy Donockley (Iona, Nightwish). Die teilweise auf dem Album eingestreuten Erzählpassagen werden von dem britischen Schauspieler Ian Dickinson gesprochen. Stilistisch bietet „Shackleton's Voyage“ eine Mischung aus Prog Rock, keltischer Folklore und atmosphärisch dichter Instrumentalmusik. Dabei treten besonders die an Mike Oldfield erinnernde Gitarrenarbeit Bosserts sowie die Moog-Passagen von Yogi Lang hervor. Ein eindrucksvolles Werk zum Genießen, Träumen und Entdecken.
Rezension "Shackleton's Voyage" von Oliver Mensing (Empire 2/2009, Mai - Nr. 89)
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EUREKA-Shackleton's Voyage (2009)
Bevor man diese CD hört sollte man sich die Geschichte des Inhaltes vertraut machen. Es geht um Ernest Shackleton's «Imperial Trans-Atlantic Expedition» von 1914-1917. Trotz Ausbruch des ersten Weltkrieges setzte er im Oktober 1914 die Segel mit seiner Mannschaft die er aus über 5000 Bewerbungen ausgewählt hatte.
Im Oktober 1915 steckte das Schiff «Endurance» im Eis fest und schlug Leck. Die Mannschaft schlug ihr Lager auf Eis auf. Sie waren «nur» 400 Kilometer von einem eingerichteten Essensvorrat-Lager entfernt. Schliesslich ging man mit den Rettungsbooten so gut es ging an das nächstgelegene Land. Das Ziel war jetzt die ganze Mannschaft lebend nach Hause zu bringen was auch beinahe gelang. Lediglich drei Leute der Crew verloren ihr Leben.
Das Projekt Eureka setzt dieses Abenteuer musikalisch um, untermalt von ein paar Sprechunterbrechungen. Die Musik könnte aus einem Film stammen und ist teils recht traurig und depressiv. Mit viel Keyboard kommt aber eine unglaubliche Spannung auf. Ohne die Geschichte zu kennen kann man sich nicht in den Sound versetzen. Wenn man sich aber ein wenig mit der Story dahinter auseinander gesetzt hat, ist dieser Silberling eine wahre Wucht. Die Art der Musik bewegt sich im Bereich von Yes und der früheren Rush. Verantwortlich dafür ist der Hamburger Frank Bossert der dieses Teil unter anderem mit der Yes-Legende Billy Sherwood aufgenommen hat. Genial umgesetzt.
Keith for metalswitzerland.ch
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EUREKA
„Going Home“ (4:55)
Album: Shackleton's Voyage (2009)
Multiinstrumentalist Frank Bossert ist ohne Zweifel der deutsche Mike Oldfield. Auf dem neuen (Konzept) Album seines Projekts EUREKA kreiert er aus Oldfield-Gitarren und keltischen Rhythmen spannende, meist instrumentale Soundtracks. Das hymnische „Going Home“ wird von Ex-Yes-Musiker Billy Sherwood gesungen und von tiefen Synthesizerflächen getragen.
The Art Of Sysyphus – eclipsed-Sampler, Juni-Extra 2009
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Konzept-Artrock
EUREKA
“Shackleton's Voyage“
Frank Bossert alias Eureka hat bereits drei feine Scheiben abgeliefert. Mit dem Konzept-Album über die so legendäre wie dramatische Antarktis-Expedition von Sir Ernest Shackleton im Jahre 1914 hat er sich runderneuert. Ohne seine ehemalige Wegbegleiterin Claudia ist der Anteil an feenhaften Klängen deutlich reduziert, die Rock-Prozente sind gestiegen. Geblieben sind die keltischen Roots und die Versiertheit der Musik-Montagen, die zwischen Artrock, Irish Folk und Soundtrack changieren. Mitunter wähnt man sich, wenn die Gitarre singt oder der Dudelsack pfeift, in Musik von Mike Oldfield oder, wenn tiefe Synthie-Fanfaren dröhnen, in die von Klaus Doldinger („Das Boot“) vertieft. Klugerweise hat Multiinstrumentalist Bossert eine erlesene Schar von Gästen eingeladen. Actor Ian Dickinson verleiht als Erzähler dramaturgische Tiefe. Yes-Man Billy Sherwood übernimmt in zwei Tracks die Lead Vocals und das Frauengesangs-Trio Kalema veredelt den Seufzer-Song „Will You Ever Return?“ RPWL-Mastermind Yogi Lang hat nicht nur gemastert, sondern bei „Heading South“ ein cooles Moog-Solo beigesteuert. Im Ganzen erinnert der musikalische Ansatz an Camels Auswanderer-Opus „Harbour Of Tears“.
Rezension "Shackleton's Voyage" von Walter Sehrer (eclipsed extra Nr. 2, Juni 2009)
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EUREKA: Shackleton's Voyage / Tempus Fugit
Dem vierten Album seines Projektes EUREKA hat der Multi-Instrumentalist Frank Bossert ein spannendes Konzept zugrunde gelegt: Sir Ernest Shackletons Endurance-Expedition zum Südpol, die im Sommer 1914 startete. Nachdem die Endurance vom Packeis zerstört worden war, ist es nur dem Überlebenswillen der Mannschaft und dem außergewöhnlichen Einsatz des Expeditionsleiters zu verdanken, dass alle Teilnehmer letztlich im Sommer 1916 gerettet werden konnten.
Zur Untermalung der dramatischen Geschichte nutzt Bossert zum Großteil ruhige, Keyboard-basierte Instrumentals. Herausragend jedoch klingen die beiden ebenfalls eher ruhigen Titel „The Challenge“ und „Going Home“, für deren Gesangspart Bossert Billy Sherwood (Ex-Yes) gewinnen konnte. Alles in allem besitzt „Shackleton's Voyage“ mehr meditative als rockige Momente, ist handwerklich aber gut gemacht.
Rock it! Das AOR – Hard Rock – Metal Magazine / Ausgabe 52, 2009
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Feen & Folklore-Rock
EUREKA
“The Compass Rose“
(New Music-Distribution)
EUREKA sind für eclipsed-Leser keine Unbekannten mehr. Mit ihrer Kombination aus Oldfieldschen Celtic-Folk-Elementen, Mittelalterromantik und spacigen Einflüssen legen sie nun bereits den dritten Longplayer vor. Der Opener klingt noch sehr traditionell nach dieser speziellen EUREKA-Mischung, aber bereits auf dem zweiten äußerst gelungenen Stück „The Calling“ glaubt man sich inmitten eines verschollenen Werkes der (ebenfalls verschollenen) Kate Bush wieder zu finden, verschrobene Feenhaftigkeit und elektronische Spielereien inklusive. Die Stimme Claudias klingt der guten Kate zum Verwechseln ähnlich. „Out Of Africa“ glänzt in ähnlicher Weise, nur dass hier schöne Marimbaklänge, Bambusflöte und mehr Chor-Arrangement einen anderen zum Songtitel passenden Kolorit verleihen. Auf „Walls“ übernimmt der neue Bassist Stephan Bork die Vokalführung. „Sol Y Sombra“ ist gänzlich Oldfieldsche Gitarrenkunst, südländisch umgesetzt, kann der Mike auch nicht besser. Hervorragend. Der Rest des Albums balanciert zwischen Mittelalter, Weltmusikfolklore und Gitarrenkunst. An einigen Stellen wünscht man sich schon ein wenig mehr Rockdrive statt träumerischer Verspieltheit, ansonsten aber eine genauso virtuose wie entspannte Scheibe.
WS
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EUREKA
The Full Circle
2003, Soundworks Husum SH 31000
Wo kann man in Deutschland
noch Juwelen finden? Antwort: in Husum. Dort lebt und arbeitet die Band
EUREKA, die eigentlich wirklichen Superstarstatus haben müsste. Weitgehendst unbemerkt von
Industrie und dem gar nicht so weit entfernten Musikmoloch Hamburg arbeiten
Frank Bossert und seine Freundin unter dem Projektnamen EUREKA mit
Freunden an Werken, die zu den besten gehören, was ich in den letzten
30 Jahren aus dieser Ecke gehört habe!
Der Name Mike Oldfield muss
hier natürlich fallen, da EUREKA ganz klar von ihm beeinflusst
wurde - Leugnen absolut zwecklos. Doch wo dem einstigen Genie die Inspirationen
ausgingen, da fangen EUREKA erst richtig an. Es sprudelt nur so aus
den Musikern heraus. Sie machen da weiter, wo Mike damals aufhörte
kreativ zu sein. Man muss aber klarstellen,
dass da nicht eine deutsche Band nur Oldfield nachspielt. Nein, es ist
auch genug Eigenes da. Außerdem merkt man, dass sie erst anfangen
sich so richtig zu entfalten. So finden sich auf den 10 Stücken
einige stilistische Ausflüge in diverse Richtungen. Mit Tempus
Novum wird fast mittelalterlich begonnen, bevor man mit Highland Sun
absolut hitmäßig Fröhlichkeit verbreitet.
Aber bevor ich jetzt jedes
Stück abfeiere möchte ich doch eigentlich alle gleich bejubeln.
Claudia hat die klare passende Stimme und Frank spielt die saubere
Gitarre im Oldfieldschen Stil, mit all ihren Farben und filigranen Kabinettstückchen.
In Ad Marem (Here I Belong) wird zum Beispiel auf eine so schöne
Weise Heimatverbundenheit dargeboten, dass man nur nicken möchte.
Ja so sollte es sein.
Fazit: Ein absolutes Meisterwerk,
das man haben mus
Kurt Mitzkatis /
German Rock e.V.
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Tempus
Novum...das erste Stück entführt uns in eine mystische
Sagenwelt, in der ENIGMA mit dem Herrn der Ringe
vermählt wird. Engelsstimme, keltische Highland-Trommeln, Flöten,
akustische Gitarren, atmosphärische Keyboards und eine E-Gitarre,
die sich zum Verwechseln ähnlich wie die von Mike Oldfield anhört... so
lässt sich der Soundkosmos von EUREKA beschreiben.
Tatsächlich muss man schon zweimal hinhören, um herauszufinden,
dass es sich hier eben nicht um die neue Oldfield- Scheibe, sondern
um ein (Qualitäts-) Produkt aus einem Husumer Aufnahmestudio handelt.
Dafür muss man Frank Bossert, seines Zeichens Produzent und Multiinstrumentalist
(die Übereinstimmungen mit Herrn Oldfield nehmen kein Ende), und
Freundin Claudia, verantwortlich für den betörenden weiblichen
Gesang und Flöten (Whistles) schon ausdrücklich Respekt zollen.
Claudias Stimme erinnert an Candice Night von Blackmores
Night, womit die zweite Koordinate für eine Einordnung der
Musik von EUREKA schon benannt wäre. Zwar muss man der Beschreibung
der Plattenfirma frei von gängigen Pop-Klischees nicht
komplett zustimmen, aber vor allem in den Instrumental-Titeln Pay
the piper-call the tune oder Gigue herrscht ein frischer
und gänzlich unverfälschter irischer Wind, wie man ihn selbst
auf Mike Oldfields letzten Platten kaum mehr zu Gehör bekam.
Das lädt gleichermaßen zum Tanzen und Träumen ein, irgendwo
auf einer herrlich grünen Wiese...
Eine durchweg positive Energie verströmt EUREKAs zweite Platte,
mit der nicht nur die beiden Macher zufrieden sein dürften, sondern
alle, denen besagte Vorbilder einer modernen keltischen Pop-Musik am
Herzen liegen. Ein bisschen mehr Eigenständigkeit wäre EUREKA
zwar schon noch zu wünschen und auch zuzutrauen, aber ansonsten
zeigt des Kritikers Daumen eindeutig nach oben.
Rezension - The Full Circle / Walter Sehrer
(Eclipsed No. 53 / Juni 2003)
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Fünf Jahre nach der Veröffentlichung der Debüt-CD gibt
es nun das zweite Werk des Multiinstrumentalisten Frank Bossert und
seiner Freundin Claudia.
Die lange Pause wurde dazu genutzt, die Schwächen des ersten Albums
auszumerzen und so ist The Full Circle ein hörenswertes
Werk geworden, das von den vielfältigen Fähigkeiten Frank
Bosserts an den verschiedensten Instrumenten lebt. Neben den gängigen wie Gitarre, Keyboards, Bass und Drums bedient er auch die Landsknechttrommel, Nagori-Drums, Bodhran, Mandoline oder das Glockenspiel.
An dieser Instrumentenauswahl kann man schon absehen, wohin die musikalische
Reise geht.
Der Name MIKE OLDFIELD fällt einem bei Songs wie Tempus Novum
oder Highland Sun spontan ein. Wenn dann die glockenhelle
Stimme oder die Whistles von Claudia hinzukommen,
kann man auch Parallelen zu der Musik von CLANNAD oder IONA entdecken.
Wie diese Referenzen schon vermuten lassen, ist das Album eher ruhig
und gediegen mit ausgefeilten Percussion-Arrangements und außergewöhnlicher
Instrumentierung, die auch einen Hauch World Music zulässt.
Wie Ihr an unserem Soundbeispiel auf der E.A.R.-CD feststellen könnt,
ist The Full Circle ein Album fernab festgefahrener Pfade
geworden, das speziell für die Fans der angesprochenen Interpreten
von Interesse sein müsste.
Rezension - The
Full Circle von Michael Bäcker (Empire 2/2003)
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Excellent
CD! Would recommend to anyone who listens to Celtic music. First EUREKA
CD in the US too!
Bruce
Bell, DJ des Kalifornischen Radiosenders KCBX / Santa Barbara
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Ich möchte alle Leser herzlich zu einer Traumreise mit der Musik
EUREKAs einladen.
Ich habe schon lange nicht mehr so ein schönes, gefühlvolles
Album gehört, das mich so tief berührt hat...
Plattenkritik
zu The Full Circle aus Hiawatha 2 - 12/2002
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...das Tempo wechselt zwischen ruhig und besinnlich bis hin zu feurig
und mitreißend
- jedes Stück überzeugt mit seiner eigenen musikalischen Identität...
aus der Nordfriesland Palette 1/2003
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...schon der instrumentale Opener weist den musikalischen Weg; ein wunderschönes
Stück...
Bossert erweist sich hier als Multiinstrumentalist, der zeitgenössische
Instrumente
mit altertümlichen geschickt zu vereinen weiß...
Plattenkritik
zum ersten Album aus Empire - 4/1998